Licht & Planung · 2 Min. Lesezeit
Goldene Stunde: Wann das Licht für Outdoor-Shootings am schönsten ist
Warum Fotografinnen die Stunde vor Sonnenuntergang lieben, wann sie in Gifhorn im Sommer und im Winter liegt – und wie Bilder auch bei Mittagssonne gelingen.
Von Foto Fuxx, Fotografin in Müden (Aller) ·
Die goldene Stunde ist die Zeit kurz nach Sonnenaufgang und – für Shootings viel wichtiger – die Stunde vor Sonnenuntergang. Die Sonne steht dann tief, ihr Licht ist warm, weich und kommt von der Seite: Gesichter wirken gleichmäßig beleuchtet, niemand muss blinzeln, und Haare bekommen einen goldenen Rand. Deshalb plane ich die meisten Outdoor-Shootings in diese Zeit. In Gifhorn verschiebt sich die goldene Stunde im Laufe des Jahres stark: Ende Juni geht die Sonne erst gegen 21:45 Uhr unter, Ende Dezember schon gegen 16 Uhr. Wer ein Shooting im Freien plant, schaut also zuerst auf die Jahreszeit – und dann auf die Uhr.
Die goldene Stunde im Jahresverlauf
Die Uhrzeiten gelten für Gifhorn, Müden und die Region und sind auf etwa fünf Minuten gerundet. Die goldene Stunde beginnt jeweils rund eine Stunde vor Sonnenuntergang.
- Mitte April: Sonnenuntergang gegen 20:15 Uhr
- Ende Juni: Sonnenuntergang gegen 21:45 Uhr
- Mitte August: Sonnenuntergang gegen 20:45 Uhr – die Zeit der Heideblüte
- Ende September: Sonnenuntergang gegen 19:05 Uhr
- Ende Oktober (nach der Zeitumstellung): Sonnenuntergang gegen 16:50 Uhr
- Ende Dezember: Sonnenuntergang gegen 16:10 Uhr
Und die blaue Stunde?
Direkt nach Sonnenuntergang färbt sich der Himmel für kurze Zeit tiefblau. Für Bilder im Gegenlicht reicht das Licht dann nicht mehr, für stimmungsvolle Aufnahmen mit Lichtern ist es aber wunderschön – etwa in einer Altstadt oder an einem See, in dem sich der Himmel spiegelt.
Was tun, wenn das Shooting mittags stattfindet?
Nicht jede Hochzeit und nicht jeder Familientermin lässt sich auf den Abend legen. Mittags steht die Sonne hoch, das Licht ist hart und wirft dunkle Schatten unter die Augen. Mit ein paar Kniffen gelingen trotzdem schöne Bilder:
- Schatten suchen: Unter Bäumen, in Hauseingängen oder Arkaden ist das Licht weich und gleichmäßig. Wälder wie der Elm oder der Landesforst Ringelah sind dafür ideal.
- Gegenlicht nutzen: Wenn die Sonne hinter dir steht, bleibt dein Gesicht gleichmäßig hell – und die Haare leuchten.
- Wolken sind deine Freunde: Ein bedeckter Himmel wirkt wie eine riesige Softbox.
- Nach drinnen ausweichen: Großes Fensterlicht ist für Portraits oft schöner als jedes Studio.
Bewölkt, neblig, regnerisch?
Graues Wetter ist kein Grund abzusagen. Bewölkung macht das Licht weich und die Farben ruhig – perfekt für zeitlose Portraits. Nebel über einer Wiese oder am Moor schafft eine Stimmung, die sich an keinem Sonnentag erzeugen lässt. Nur bei starkem Regen suchen wir gemeinsam einen neuen Termin.